Anne Frank Zentrum
Porträt von Anne Frank, ein Mädchen mit kinnlangem Haar, das lächelt.
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Liebe Leser*innen,
ich wünsche Ihnen ein gutes und gesundes neues Jahr!

Wir haben uns im Anne Frank Zentrum viel vorgenommen. Auch 2026 möchten wir möglichst viele Menschen durch unsere Bildungsangebote erreichen. Die Erinnerung an den Holocaust ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, mit der wir uns für Demokratie und Gleichberechtigung einsetzen.
Das Gedenken ist heute sehr vielfältig.

Am 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus findet am 25. Januar eine Führung durch unsere Ausstellung »Alles über Anne« statt. Am 26. Januar werden wir gemeinsam mit Partnern am Denkmal für die ermordeten Juden Europas Kerzen anzünden und der Opfer gedenken. Beteiligen auch Sie sich an einer Gedenkveranstaltung in Ihrer Nähe!

Auch digitale Gedenkarbeit wird immer wichtiger. Historisch-politische Bildung findet verstärkt in digitalen Räumen statt. Daher möchte ich Sie auf folgende Projekte des Anne Frank Zentrums aufmerksam machen:

Im Januar starten wir die neue internationale Bildungsplattform SHOAH STORIES. Dort finden Sie Kurzvideos von Holocaust-Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen sowie pädagogisch aufbereitete Materialien für den Unterricht.

Mit einer neuen Podcastfolge auf »Zweidrittel FM« erinnern wir an den im Nationalsozialismus verfolgten Max Bindel. Inhaftierte der Jugendstrafanstalt Berlin haben im Rahmen unseres Projekts »Stimmen aus Plötzensee« eine sehr bewegende Folge geschaffen. Hören Sie unbedingt rein!

Ganz neu ist außerdem unser Online-Begleitmaterial zum Kinderbuch »Damals hieß ich Rita – Die Geschichte von Rozette Kats«. Die Publikation bietet einen Einstieg in die Themen Holocaust, Verfolgung und Erinnerungskultur für Kinder ab der 4. Klasse. 

Morgen startet die Anmeldung für den Anne Frank Tag 2026. Unser bundesweiter Schulaktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus findet in diesem Jahr unter dem Motto »Geschichte erzählen« statt. Ich freue mich, wenn Sie mit Ihrer Schulklasse teilnehmen oder eine Schule auf die Teilnahmemöglichkeit aufmerksam machen.

Mehr zu unseren Aktivitäten und Angeboten im Januar erfahren Sie in diesem Newsletter.

Es grüßt Sie herzlich
Veronika Nahm, Direktorin. Porträt von Veronika Nahm, eine Frau mit braunem, schulterlangen Haar.
Unterschrift Veronika Nahm, Direktorin
Veronika Nahm, Direktorin

Aktuelles

Eine Frau und vier Kinder stehen lächelnd nebeneinander und halten Zeitschriften hoch, während hinter ihnen ein großes Porträt von Anne Frank zu sehen ist.
Schüler*innen mit der Zeitzeugin Rozette Kats © Anne Frank Zentrum, Foto: Ruthe Zuntz

Anne Frank Tag 2026 »Geschichte erzählen«: Anmeldung startet im Januar!

Anmeldezeitraum Anne Frank Tag: 07.01.–28.02.2026
Infoveranstaltung: 20.01.2026, 14 Uhr, online


Der bundesweite Schulaktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus blickt in diesem Jahr unter dem Motto »Geschichte erzählen« auf weniger bekannte Schicksale im Nationalsozialismus. Hierfür stellt das Anne Frank Zentrum den teilnehmenden Schulen kostenfrei Lernmaterialien zur Verfügung. Rund um den 12. Juni, dem Geburtstag von Anne Frank, führen die Schulen den Anne Frank Tag mit eigenen Aktionen durch.
Am 20. Januar findet in Kooperation mit »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« eine digitale Infoveranstaltung für Lehrkräfte statt. Eine Anmeldung ist bis 18. Februar online möglich. Der Anne Frank Tag wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert und von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

Zur Website des Anne Frank Tages
Porträt von Margot Frank, einer jungen Frau mit schulterlangem, lockigem Haar und Brille, das lächelt.
Margot Frank im Jüdischen Lyceum, 1941 © Sammlung Anne Frank Haus

Einladung zum 100. Geburtstag von Margot Frank

Termin: 16.02.2026, 18–19:30 Uhr

Was wissen Sie über Margot Frank? 
Anlässlich des 100. Geburtstages von Margot Frank laden wir Sie am 16. Februar zu einem besonderen Abend mit Lesung in die Berliner Ausstellung ein. Die Veranstaltung widmet sich der jungen Frau, die Vielen vorwiegend als Schwester von Anne Frank bekannt ist. Die Teilnahme ist kostenfrei und offen für Freundeskreismitglieder und alle Interessierten, die es vielleicht werden möchten. Die Anmeldung ist bis 9. Februar per E-Mail mit dem Betreff »100 Jahre Margot« möglich: veranstaltung@annefrank.de. Mehr Informationen zur Gedenkveranstaltung

Neues aus dem Team

Robin Jahnke ist seit 1. Januar 2026 neuer Bereichsleiter im Anne Frank Zentrum. In seinem Bereich sind Projekte wie der Anne Frank Tag, »Jugend erinnert« und SHOAH STORIES angesiedelt. Robin Jahnke war zuvor als Projektleiter im Anne Frank Zentrum tätig. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
 



Ausstellung Berlin

Buchcover mit dem Titel „Damals hieß ich Rita“ und den Porträts eines Mädchens und einer älteren Frau vor einer Bücherwand
Buchcover mit Illustration von Francis Kaiser © Foto: Anne Frank Zentrum, © Buchcover: Peter Hammer Verlag

Neues Begleitmaterial zu »Damals hieß ich Rita«

Das Anne Frank Zentrum hat in Kooperation mit ERINNERN:AT und dem Peter Hammer Verlag ein neues Begleitmaterial zum Kinderbuch »Damals hieß ich Rita – Die Geschichte von Rozette Kats« veröffentlicht. Die Handreichung eröffnet Kindern ab der 4. Klasse einen behutsamen Zugang zu den Themen Holocaust, Verfolgung und Erinnerungskultur. Flexibel einsetzbare Unterrichtsmaterialien bestehend aus acht Modulen fördern historisches Wissen, Empathie und Austausch. Das Material eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für mehrwöchige Projekte. Es steht online kostenfrei zum Download zur Verfügung. Zum Download des Begleitmaterials
Ein Mann spricht vor einer Ausstellungswand mit Informationen zu einer Gruppe und gestikuliert dabei.
Führung durch die Ausstellung © Anne Frank Zentrum, Foto: Ruthe Zuntz

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus: Öffentliche Führung

Termin: 25.01.2026, 14–15 Uhr

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet das Anne Frank Zentrum am 25. Januar eine öffentliche Führung durch die Ausstellung »Alles über Anne«. Die Ausstellung erinnert an Anne Frank und die Verbrechen der Nationalsozialisten. In der Führung werden Verbindungen zwischen Anne Franks Tagebuchaufzeichnungen und Antisemitismus, Rassismus und weiteren Formen der Diskriminierung in der Gegenwart aufgezeigt. Die Führung richtet sich an Erwachsene. Mehr Informationen zur öffentlichen Führung



Wanderausstellungen

Eine Frau und ein Mann liegen sich lächelnd auf einer Wiese in den Armen.
Max und Andrea Bindel 1929 © Jüdisches Museum Berlin

On Air: Stimmen aus Plötzensee

Im Projekt »Stimmen aus Plötzensee« in Kooperation mit der Helmuth Hübener Schule der JSA Berlin haben sich Jugendliche in Haft mit der Geschichte des Gefängnisses im Nationalsozialismus beschäftigt. Entstanden ist eine neue Podcast-Folge, die über »Zweidrittel FM« veröffentlicht wurde. Dafür tauchten die Jugendlichen in die Biografie von Max Bindel ein, der nach antisemitischer Verfolgung in Plötzensee inhaftiert war. Sie fanden Zugänge zu seinen Gedichten und kurzen Texten, trafen seine Tochter Irene Bindel für ein Interview und machten unter der künstlerischen Begleitung von Kim Seligsohn die Geschichte von Max Bindel hörbar. Zur Podcast-Folge von »Zweidrittel FM«



Jugendnetzwerk

Eine Grafik mit drei Smartphones, die die Website SHOAH STORIES zeigen.
SHOAH STORIES © Anne Frank Zentrum

Launch der Bildungsplattform SHOAH STORIES

Termin: 21.01.2026, 10–12 Uhr, Berlin

Am 21. Januar startet mit einem feierlichen Launch-Event in Berlin die internationale Bildungsplattform SHOAH STORIES. Sie bündelt Kurzvideos von über 20 Holocaust-Gedenkstätten, Bildungseinrichtungen und Museen weltweit und ergänzt diese um pädagogische Materialien in mehr als zehn Sprachen. Ziel ist es, die Erinnerung an die Shoah zeitgemäß und respektvoll in digitalen Lernwelten zu verankern. Mehr Informationen zum Launch von SHOAH STORIES sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Terminhinweis auf unserer Website. Mehr Informationen zum Projekt SHOAH STORIES



Entwicklung – Neue Lernformate

Vier Personen stehen an einer Straße und blicken nach vorne, eine Frau trägt einen Hijab und eine Sonnenbrille.
Neues Projekt »Geteilte Geschichten« © Anne Frank Zentrum, Foto: Katja Harbi 

Neues Projekt: Geteilte Geschichten

Jüdische, migrantische und marginalisierte Perspektiven auf die Wiedervereinigung 1989/90 und die gesellschaftlichen Umbrüche danach werden bisher im öffentlichen Diskurs wenig gehört. Das neue Projekt des Anne Frank Zentrums »Geteilte Geschichten« möchte Perspektiven von Migrant*innen, Jüdinnen*Juden, geflüchteten Menschen und Frauen auf diese Zeit sichtbar machen und so ihre Teilhabe an Geschichtsdeutung und Erinnerungskultur stärken. In Kooperation mit der Hillerschen Villa in Zittau fördern wir den Dialog über lokale Geschichte und schaffen gemeinsam Räume, in denen multiperspektivisches Erinnern möglich wird. Mehr Informationen zum Projekt »Geteilte Geschichten«
Mehrere Personen in der Ausstellung, darunter eine Person im Rollstuhl
Inklusion im Anne Frank Zentrum © Anne Frank Zentrum, Foto: Ben Guischard

Fortbildungen: Die Anne Frank Ausstellung als Lernort für alle

Termine für:
Lehrkräfte: 09.02.2026, 16:30–18 Uhr, online 
Museen/Gedenkstätten: 16.02.2026, 11–14 Uhr, online

In der Fortbildung für Lehrkräfte lernen Sie die inklusiven Angebote des Anne Frank Zentrums kennen. Eine Anmeldung ist bis 4. Februar möglich.
In der Fortbildung für Museen und Gedenkstätten erfahren Sie von unserer Guide-Ausbildung von jungen Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten. Eine Anmeldung ist bis 11. Februar möglich.
In beiden Fortbildungen tauschen die Teilnehmenden Ideen aus und besprechen, wie sie die Erfahrungen und das Gelernte für die eigene Arbeit nutzen können.
Anmeldung per E-Mail an: mwaungulu@annefrank.de Zu den Terminen des Anne Frank Zentrums



Verschiedenes

Drei Kinder mit einem Schwarzweißfoto von Anne Frank und weiteren Kindern
Unterstützen Sie das Anne Frank Zentrum © Anne Frank Zentrum, Foto: Mandy Klötzer

Ihr Vorsatz für 2026: Starten Sie das Jahr mit einer Spendenaktion gegen Antisemitismus und Rassismus

Was sind Ihre Vorsätze für dieses Jahr? Eine Möglichkeit: Die Arbeit des Anne Frank Zentrums unterstützen! Es gibt zahlreiche  Anlässe, zu denen Sie dieses Jahr Spenden für uns sammeln können. Dazu zählen: 
  • Geburtstage oder Jubiläen 
  • Hochzeiten, Einschulungen, Pensionierungen
  • Trauer- und Gedenkanlässe
  • Schulsammlungen, Projektwochen, Sponsorenläufe
  • Kollekten in Gemeinden
  • Benefizkonzerte, Lesungen, Flohmärkte
  • Marathons, Fahrrad- und Klettertouren sowie andere sportliche Aktivitäten 

Ihre Spende macht den Unterschied! Bei Fragen rund um Ihre Anlass-Spende wenden Sie sich an: Jens Frenzel, spenden@annefrank.de

Mehr Informationen zu Anlass-Spenden
Foto von Eva Schloss, einer ältere Frau mit kurzen blonden Haaren und Brille
Eva Schloss im Anne Frank Zentrum, 2018 © Anne Frank Zentrum, Foto: Gregor Zielke

Eva Schloss ist gestorben

Wir trauern um Eva Schloss, die am 3. Januar 2026 im Alter von 96 Jahren in London gestorben ist. Eva wurde am 11. Mai 1929 in Wien geboren. Als Mädchen lebte Eva in Amsterdam, gegenüber dem Haus von Anne Frank. Wie Anne mussten Eva und ihre Familie vor den Nazis untertauchen. Nach zwei Jahren im Untergrund wurden Eva und ihre Familie verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Eva und ihre Mutter überlebten. Otto Frank sollte eine wichtige Rolle in Evas Leben spielen, zunächst als Freund und später als Stiefvater. Über 40 Jahre lang schwieg Eva über ihre traumatischen Erlebnisse in Auschwitz. Zum ersten Mal sprach sie darüber, als die Anne-Frank-Ausstellung nach London kam. Danach begann Eva ihre Lebensgeschichte zu teilen.
Eva war seit Jahren mit dem Anne Frank Zentrum freundschaftlich verbunden und unterstützte unsere Arbeit sehr. Wir sind dankbar für ihr Engagement und dass wir sie kennenlernen durften. Zum Nachruf von Eva Schloss
Buchcover mit geometrischen Formen in Blau und dem Titel: Let´s talk about Antisemitismus
Ausschnitt Cover »Let’s talk about – Antisemitismus« © Ravensburger Verlag

Neues Jugendsachbuch: »Let’s talk about – Antisemitismus« 

Wie leben jüdische Jugendliche? Was ist Antisemitismus und wie zeigt er sich heute? Wer war Anne Frank? Das Eintragebuch »Let’s talk about – Antisemitismus« von Marie-Sophie Adeoso ist entstanden in Zusammenarbeit mit der Bildungsstätte Anne Frank. Das Buch gibt Antworten auf viele Fragen. Faktenkästen erklären, was es mit Kippa und Makkabi auf sich hat. Handlungsimpulse zeigen, wie man gegen Antisemitismus aktiv werden kann. Das Buch richtet sich an alle ab 12 Jahren und ist ab dem 1. Februar 2026 im Handel erhältlich. Zur Vorbestellung des Jugendbuchs