Anne Frank Zentrum
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Liebe Leserin, lieber Leser,
am 19. November war es endlich soweit. Wir eröffneten unsere neue ständige Ausstellung »Alles über Anne« in Berlin – und über 500 Menschen sind unserer Einladung gefolgt. Zugegeben: auf den ersten Blick mag der neue Ausstellungstitel vielleicht etwas vermessen klingen. Niemand kann für sich in Anspruch nehmen, wirklich »Alles über Anne« zu wissen. Uns ist es aber gelungen, Anne Frank aus ganz neuen Blickwinkeln zu zeigen und auf ihr kurzes Leben zu schauen, wie wir es vorher noch nicht getan haben.
So konnten wir einen interaktiven Lernort schaffen, der die Besucher*innen zum Mitmachen einlädt. Und sie dabei unterstützt, eigene Antworten auf die Frage zu finden, was Anne Frank mit ihnen hier und heute zu tun hat. Wir klären auf über Diskriminierung und Antisemitismus, schaffen vielfältige Bezüge zur Gegenwart und sind berlinweit die einzige Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus, die sich gezielt an Kinder, Jugendliche und Familien richtet.
Die größte Neuerung allerdings ist, dass die Ausstellung weitestgehend inklusiv ist: mit einem Blindenleitsystem, Monitoren mit Übersetzung in Gebärdensprache, Audio-Guides und klarer Sprache. Unsere Ausstellung ist damit wirklich zugänglich für »alle«.

Kommen Sie unsere Ausstellung besuchen! Wir freuen uns auf Sie!

Es grüßt Sie herzlich
Patrick Siegele, Direktor
Unterschrift Patrick Siegele, Direktor
Patrick Siegele, Direktor

Ausstellung Berlin

Unsere Mitarbeiterin Giulia begleitet eine Klasse durch die Ausstellung © Mandy Klötzer

»Alles über Anne« ist jetzt eröffnet!

Seit dem 20. November ist unsere neue ständige Ausstellung »Alles über Anne« geöffnet. Die Ausstellung ist ein Lernort, an dem unsere Besucher*innen über das Leben Anne Franks und ihr Tagebuch einen persönlichen Zugang zur Geschichte des Holocaust erhalten. Die Ausstellung setzt sich beispielsweise mit dem Thema Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart auseinander. Dazu werden Stimmen von Betroffenen gezeigt. Die dokumentierten Fälle sind dem Register der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) entnommen, mit der wir eng kooperieren. Zudem ist die Ausstellung weitestgehend inklusiv und verfügt über Monitore mit Übersetzungen in Gebärdensprache und ein Blindenleitsystem, sowie verschiedene Tastmodelle. Ein umfassendes Glossar und Ausstellungstexte in klarer Sprache erleichtern unter anderem Menschen mit Lernschwierigkeiten das Verstehen.
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»Alles über Anne« – nicht nur was fürs Auge © Mandy Klötzer

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10-18 Uhr

Eintritt:

Erwachsene: 6 EUR
Ermäßigt: 3,50 EUR
Familien: 14 EUR
Kinder bis zum 10. Lebensjahr: Eintritt frei.
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Wanderausstellungen

»Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte« © Anne Frank Zentrum

Ausstellungseröffnung in Würzburg

Am 12. November 2018 wurde die Ausstellung »Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte« im Rahmen der Demokratiekonferenz im Felix-Fechenbach-Haus in Würzburg eröffnet. Es sprachen unter anderem Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland und Patrick Siegele, Direktor des Anne Frank Zentrums. Musikalisch wurde die Konferenz durch Vladlena Vakhovska und Igor Dubovsky begleitet. mehr
Aufgebaute Wanderausstellung © Anne Frank Zentrum

Unsere Wanderausstellungen im Dezember

»Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte«
Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) vom 14.11. bis 17.12.2018, Stadtmuseum Zweibrücken

»›Lasst mich ich selbst sein.‹ Anne Franks Lebensgeschichte«
Kassel vom 13.12. bis 10.1.2019, JVA Kassel II (nicht öffentlich)
Hamburg vom 30.10. bis 4.12.2018, Bücherhalle Hamburg-Harburg
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Jugendnetzwerk

Bei vollem Programm ist trotzdem noch Zeit für ein Gruppenfoto © Anne Frank Zentrum

Regionaltag einmal anders

Am 20. November 2018 fand ein Vernetzungstreffen zwischen den Botschafter*innen des Anne Frank Zentrums und des Bündnisses für Demokratie und Toleranz statt. 30 Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, um sich kennen zu lernen, zu vernetzen und Inspirationen für neue Projekte zu sammeln. Zum Auftakt des Vernetzungstreffens waren alle Botschafter*innen eingeladen, an der Langen Nacht der Eröffnung der neuen Ausstellung des Anne Frank Zentrums teilzunehmen. Krönender Abschluss war das Gespräch und die Lesung mit Eva Schloss, der Stieftochter von Otto Frank. mehr
Die Teilnehmer*innen des Seminars machen eine wohlverdiente Pause © Anne Frank Zentrum

Botschafter*innen Seminar

Über 35 Jugendliche aus ganz Deutschland waren angereist um beim letzten Botschafter*innen-Seminar 2018 dabei zu sein. Die Teilnehmer*innen wurden vier Tage lang von den Mitarbeiter*innen des Anne Frank Zentrum betreut und bei der Projektentwicklung beraten. Nach dem Seminar können die Jugendlichen beginnen ihre Projekte umzusetzen, die sich beispielsweise mit den Themen Antidiskriminierung oder Antisemitismus befassen. Dieses Jahr wurde das Seminar von der Szloma-Albam Stiftung und der Evangelischen Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte gefördert. mehr



Entwicklung – Neue Lernformate

»Flucht im Lebenslauf« regt Jugendliche zur Beschäftigung mit verschiedenen Themen an          © Ruthe Zuntz

»Flucht im Lebenslauf« für Studierende der FU Berlin und Interessierte

Das Anne Frank Zentrum stellt am 12. Dezember 2018 zwischen das biografische Lernmaterial für Jugendliche »Flucht im Lebenslauf« in den Räumen der Berliner Landeszentrale für politische Bildung vor. Den Rahmen bildet die Seminarreihe zum Thema »Flucht und Politische Bildung« der Landeszentrale und des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin. Diese stellt verschiedene Formate der politischen Bildung zum Thema Flucht und Migration oder mit Geflüchteten als Zielgruppe vor- und zur Diskussion. Das Seminar richtet sich an Studierende und Interessierte aus dem Feld der politischen Bildung.
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Sonstiges

Eva Schloss im Gespräch © Swen Rudolph

Zeitzeugengespräch mit Eva Schloss

Nachdem sie am 19. November 2018 bereits Ehrengast bei der Eröffnung unserer neuen Ausstellung »Alles über Anne« war, durften wir Eva Schloss am nächsten Abend zu einem Zeitzeugengespräch nochmals begrüßen. Sie sprach mit der Journalistin Shelly Kupferberg unter anderem über ihre Zeit in Auschwitz und ihre Beziehung zu ihrem Stiefvater Otto Frank. Schauspielerin Emma Drogunova las aus ihrem Buch »Evas Geschichte – Anne Franks Stiefschwester und Überlebende von Auschwitz erzählt«. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« und das AXICA Tagungszentrum statt.
Während ihres Besuches in Berlin gab Frau Schloss auch ein Interview für den Tagesspiegel und besuchte die Internationale Nelson-Mandela-Schule in Berlin-Wilmersdorf.
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